Diagnostik  Therapie  Kontakt und Sprechzeiten

 

 

 

Konfokale Laserscanmikroskopie



Optische Biopsie der Haut in Echtzeit


Die Konfokale Laserscanmikroskopie öffnet ein „Fenster in die Haut“.
Als innovatives bildgebendes Verfahren ermöglicht sie erstmals nicht-invasiv
den Blick in die Epidermis und die Dermis bis in das obere stratum reticulare
 – schmerzfrei, unkompliziert und schnell.


Mikroskopisch genau und nicht-invasiv


Herkömmliche Verfahren sind nur der erste Schritt meist invasiver und
zeitintensiver Diagnoseverfahren. Im Gegensatz dazu ermöglichen es die
Konfokalen Laserscanmikroskope, verschiedene Hautstrukturen in
mikroskopischer Genauigkeit und zellulärer Auflösung Schritt für Schritt
horizontal abzubilden.


Was ist Konfokale Laserscanmikroskopie?


Die mikroskopische Begutachtung entnommenen Gewebes gilt als Goldstandard
zur Beurteilung pathogener Gewebeveränderungen. Mit der traditionellen
Auflichtmikroskopie ist jedoch nur eine geringe Eindringtiefe in die Haut möglich.
Die exakte Diagnosestellung verlangt ein meist invasives und zeitintensives
Vorgehen.
Im Gegensatz dazu ermöglicht die konfokale Laser-scanmikroskopie eine schnelle,
nicht-invasive Differenzierung zwischen pathogenem und gesundem Gewebe.
Das Verfahren wird in der Medizin in vivo und ex vivo eingesetzt.
Dabei optimiert die Technik die Diagnose bei verschiedenen Hauterkrankungen
und findet auch Anwendung im therapeutischen Monitoring.
Es kommen fortlaufend neue medizinische Einsatzmöglichkeiten hinzu.


Schicht für Schicht: Eine Reise durch die Haut


In vivo-Untersuchungen mit der Konfokalen Laserscanmikroskopie ermöglichen
die Durchführung einer optischen Biopsie durch ein nicht-invasives Verfahren.
Zelluläre Mikrostrukturen der Haut können so in horizontal klar definierten
„optischen Schnitten“ mit weniger als 5,0 µm Dicke Zelle für Zelle abgebildet
werden.

Um konfokale Bilder zu erzeugen, wird ein Laserstrahl im nahen Infrarot-bereich
(Standardgerät) durch eine zwischengeschaltete Optik und einen Beamsplitter
auf die zu untersuchende Hautpartie gesandt und von dort reflektiert.
Die Lichtquelle (der beleuchtete Spot auf der Haut) und die Blendenöffnung des
Detektors stehen konfokal zueinander.


Welche Einsatzmöglichkeiten bietet die Konfokale Laserscanmikroskopie?

Es gibt unzählige Anwendungs- und Forschungsgebiete, in denen
die Konfokale Laserscanmikroskopie eingesetzt werden kann.
Besonders gut geeignet ist die Laserscanmikroskopie für
Vorsorgeuntersuchungen und Diagnosestellung bei Hautkrebs oder
Hautkrebsfrühformen (carcinoma in situ).
Anwendung findet die Technik zum Beispiel auch bei Verbrennungen und
Dermatitis sowie bei entzündlichen Krankheiten und in der kosmetischen
Forschung.


In vivo: Der Blick ins lebende Gewebe


Die in vivo-Untersuchung durch die Konfokale Laserscanmikroskopie
ist ein nicht-invasives und zeitsparendes Verfahren. Patienten kann
durch die Untersuchung mit dem VivaScope zum einen eine schmerz-
hafte und potentiell nicht notwendige Gewebeentnahme erspart
werden. Zum anderen liegen die Ergebnisse der Untersuchung nach
nur wenigen Minuten vor – und das ohne fremde Kontrastmittel. Die
Diagnostik ist dadurch nicht wie bei herkömmlichen Verfahren auf
eine Gewebeentnahme angewiesen. Untersuchte Hautareale können
falls notwendig zu einem späteren Zeitpunkt unverändert standard-
histologischen Methoden zugeführt werden. Analog zum Standardge-
rät kann für besonders differenzierte Fragestellungen ein Multilaser-
Gerät hinzugezogen werden, das reflektierende und fluoreszierende
Konfokale Laserscanmikroskopie miteinander kombiniert.

Beispiele für in vivo-Anwendungen:

- Melanozytäre Läsionen: schwarzer Hautkrebs und seine Frühformen
- Nicht-melanozytäre Läsionen: heller Hautkrebs und seine Frühformen
- Entzündliche Krankheiten
- Verbrennungen
- Dermatitis (Unterscheidung von irritativer und allergischer Dermatitis)


Ex vivo: Die Analyse von biopsiertem Gewebe in Echtzeit

Obwohl durch die Konfokale Laserscanmikroskopie in vielen
Fällen eine Biopsie vermieden werden kann, bleiben ex vivo-
Gewebeproben unverzichtbar. Mithilfe der Konfokalen Laserscan-
mikroskopie kann entnommenes Gewebe nach lediglich minimaler
Präparierung untersucht werden. Eine zeitnahe Beurteilung des
entnommenen Gewebes in horizontal exakt definierten optischen
Schnitten ist unmittelbar nach der Exzision möglich. Wird eine
solche Analyse während einer Operation zur Schnittrandkontrolle
zwischen pathogenem und gesundem Gewebe durchgeführt,
kann eine zweite Operation überflüssig werden.

Beispiele für ex vivo-Anwendungen:

- Mohs Surgery (micrographische Chirurgie)
- Brustkrebs (Forschungsstadium)